Dienstag, 22. Januar 2013

Mariara - Brände in den Bergen

Die Zeit der Brände hat wieder begonnen. Zwischen November und Februar ist im Gebiet um Mariara, Valencia, und Maracay Trockenzeit. Immer wieder brechen Brände aus, die die Berge, vom Wind getrieben die Hänge hinauf mit Flammenstreifen bedecken. Nachts ist dies deutlich zu sehen, fast schön, wenn nicht die Luft durch den Rauch unangenehm würde und die Ascheflocken überall schwarzen Staub hinterlassen würde. Die Brände erhöhen die Hitze und zerstören die Vegetation die zur Wassergewinnung wichtig ist. Ob diese Brände von selbst entstehen (Glasscherben?) oder wie häufig angenommen, von den Bewohnern aktiv angezündet sind, ist mir nicht ganz klar.
Welche Motive sollten dazu führen? Regelmäßig wird auf dem eigenen Grundstück oder auch am Ufer des Río Mariara Müll verbrannt. Diese Feuer könnten sich ausbreiten? Gehört habe ich auch dass man damit der Mückenplage [Zancudos] Einhalt gebieten will. In der Trockenzeit ist das allerdings unlogisch, in der Regenzeit gibt es mehr Lachen und Pfützen in denen sich die Mücken fortpflanzen. Auch nach dem Abernten von Zuckerrohr wird das Feld traditionell abgebrannt.

Brand 2012 in der Nähe des Wasserfalls Periquito, Mariara


Flammen fressen sich voran
Schon Alexander von Humboldt hat die Brände im 18. Jhr. beschrieben:

Mittwoch, 16. Januar 2013

Cachapa - Essen aus Venezuela

Eines meiner Lieblingsessen sind Cachapas.
Zum ersten Mal habe ich Cachapas im Bus gegessen auf der Fahrt von Maracay nach Caracas. Es muss einer der günstigen Busse sein. An einer bestimmten Stelle steigt ein Verkäufer mit einer kleinen Styroporkiste ein, in der die Cachapas warm gehalten werden. Trotz ruckeliger Fahrt mit Bremsen und Anfahren balanciert er diese Kiste und dazu noch einen Behälter mit Papalón (in Wasser gelöster Vollrohrzucker, meist mit etwas Limonensaft) dabei beschmiert er die Cachapas mit Margarine, gibt Käse dazu, alles auf ein Blatt Papier und dazu einen Becher Papelón. Abkassiert wird nach dem Verzehr, die Papierreste und Becher steckt er in eine Tüte und entsorgt diese (hoffentlich nicht im Gebüsch) außerhalb des Buses.
Wenn man früh losfahren muss ist das ein gutes Frühstück oder Mittagessen bevor man in Caracas seinen Angelegenheiten nachgehen muss.

Die Cachapa bestehen aus frischen Maiskörnern einer bestimmten Sorte "Maís jojoto muy tierno" (Maikolben sehr frisch und saftig). Der Mais unterscheidet sich dadurch von dem in Deutschland bekannten Zuckermais, indem die venezolanische Sorte noch Klebstoffe enthält.

Jojoto


Der Mais wird zunächst mit dem Messer vom Kolben geschnitten, dann durch den Wolf gedreht, man fügt Zucker (besser Papelon = nicht rafinierter Rohrzucker) und ein bisschen Milch hinzu.

Freitag, 11. Januar 2013

Roraima (8/8) 19.03.2012 Videos

Leider ist es schwierig Videos für diesen blog hochzuladen. Nach einigen Monaten nun ist es mir gelungen, das Handy mit dem ich die Aufnahmen gemacht habe, ist inzwischen "verstorben", leider:
 
(19032012056)

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Nass, nass, nass war es oben auf Roraima, kalt noch dazu. Dies sind Aufnahmen vom "Hotel" aus.

(19032012060)

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Ein kurzer Abschnitt mit Aussicht vom höchsten Punkt aus, man sieht dass man fast nichts sieht.

(19032012062)

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Ein längerer Ausschnitt vom höchsten Punkt auf Roraima. Man sieht wie die Pflanzen sich in den Spalten des Felsens festkrallen, es ist nass und kalt, der Tafelberg von Nebelschwaden umschlossen.

Maturín 28.12.2012 bis 09.01.2013

Zum Neuen Jahr 2012 sind wir nach Maturín gefahren. Vorher kannte ich in dieser Stadt nur das Busterminal "Terminal de Pasajeros interurbano Maturín" (Av. Libertador, gegenüber dem Hotel Jade) auf dem ich vor Jahren eine Nacht verbrachte und in dem man mir versuchte Geld abzunehmen.
Das erzähle ich weiter unten detaillierter.
Wir sind aber mit Aeroexpresos Ejecutivos gefahren, die in der gleichen Straße einige Blöcke entfernt ein eigenes, privates Terminal (Av. Libertador, zwischen Av. 3 und Calle Los Guaros) betreiben.

Terminal de Pasajeros interurbano Maturín

Im Hotel Jade verbrachten wir zunächst die erste Nacht. Neben dem Hotel Jade befindet sich eine gute Bäckerei "Panaderia Angi", die aber zurzeit kaum Brot verkaufte, d. h. kein loses Brot, sondern nur belegt. Die Qualität der Brote war gut, der Kaffee sehr gut, frische Säfte wurden angeboten. Da der Brotpreis von der Regierung festgelegt wird, scheint es zur Zeit in Maturín so zu sein, das Brot lose in geringer Anzahl angeboten wird, das Brot wird verwendet um belegt als Sandwich separat zu höheren Preisen verkauft zu werden. Auch in anderen Bäckereien war es schwierig loses Brot zu bekommen, ich wurde sogar auf der Straße angesprochen, woher ich das Brot hätte, als ich einige aufspüren konnte.